Wir bauen ein Hügelbeet

Aktualisiert: 4. Apr 2019


Nach den erfolgreichen Mauswieselhaufen geht es an den Bau des Hügelbeets und der Hügelhecken.



Ein Hügelbeet ist ein schrägabfallendes Hochbeet. Der grosse Vorteil eines Hügelbeets ist, dass so die Anbaufläche, um rund einen Drittel vergrössert werden kann. Doch wie wird es gebaut?

Vorab muss an dieser Stelle gesagt sein, dass ein Hügelbeet in allen Grössen funktioniert und die Grösse und Masse auf das zur Verfügung stehende Land angepasst werden sollte. Beim Bau unseres Hügelbeetes haben wir ziemlich gross gedacht. An einem Hügelbeet ist der Initialaufwand gross, dafür fällt später weniger Arbeit an. Denn das vergrabene Material sollte das Beet später für 10-15 Jahre mit Nährstoff versorgen. Wir haben unser Hügelbeet nach dem Vorbild von Sepp Holzer gebaut.


Welchen Nutzen hat ein Hügelbeet?

  • Die Anbaufläche wird um einen Drittel vergrössert.

  • Durch die schrägabfallenden Anbauseiten läuft das Regenwasser schneller ab, wodurch eine Staunässe vermieden werden kann.

  • Das vergrabene Holz verrottet und nährt das Beet von innen heraus, es muss dadurch nicht jährlich mit Komposterde angereichert werden.

  • Der Verrottungsprozess heizt dem Hügelbeet ein. Das führt zu einer 5 Grad erhöhten Erdtemperatur, wodurch eine längere Anbauzeit genutzt werden kann.

Schritt 1: Der Graben

In einem ersten Schritt haben wir die Grösse unseres späteren Hügelbeets bestimmt und mit Sägemehl markiert.

Anschliessend haben wir es mit Hilfe eines Baggers 70 cm tief ausgehoben. Dabei haben wir versucht darauf zu achten, die Grasnarben separat aufzutürmen, da diese anschliessend als erstes wieder auf das Hügelbeet kommen.











Schritt 2: Auffüllen

In einem nächsten Schritt, muss der 19 Meter lange Graben aufgefüllt werden. Diese meterlangen Baumstämme stammen aus dem dazugehörigen Wald und wurden eigenhändig gefällt. Es sind wahrlich geliebte Baumstämme. Von Hand gefällt, zugeschnitten aus dem Wald getragen, auf den Traktoranhänger geladen, abgeladen und ins Hügelbeet getragen. Ja zu manchen Stämmen hat man eine wahre Verbindung aufgebaut.









Schritt 3: Astmaterial

Damit das Hügelbeet schlussendlich seine typische Form erhält und an Höhe gewinnt, werden nun Äste aufgetürmt. Dies wird anschliessend auch das erste Material sein, das zu verrotten beginnt.







Schritt 4: Abschluss

Um das Hügelbeet abzuschliessen, haben wir das restliche Astmaterial gehächselt und zwischen die aufgetürmten Äste gestreut, da wir Bedenken hatten, dass später die gesamte Erde zwischen die Äste gespült wird. Anschliessend werden zuerst die Grasnarben, umgedreht auf die Äste gelegt. Dies sollte möglichst nahtlos geschehen, damit sie später die Erde vor dem Wegwaschen schützen. Schliesslich muss "nur" noch die Erde zurück aufs Beet geschaufelt und mit Querästen und Astgabelungen fixiert werden, damit die Dreiecksform des Hügelbeets mit diesen Stufungen bewahrt werden kann. Um die Zeit bis zur Bepflanzung zu überbrücken, haben wir Gründünger gesäht, um die Erde vor Erosion zu schützen.


An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Helfer und Helferinnen, die uns beim Bau unterstützt haben. Ohne Euch hätten wir es nicht geschafft!

Jetzt sind wir gespannt, wie sich die Bepflanzung des Hügelbeets gestalten wird und welchen Unterschied wir zu einem normalen flachen Beet wahrnehmen können.


xx Nathalie