Asthaufen für das Mauswiesel


In der Planung für das Permakultur Projekt, haben wir uns mit den möglichen Risiken oder Störfaktoren auseinandergesetzt. Da unser Ziel, neben dem Bauen der verschiedenen Strukturen, in einer erfolgreichen Gemüseernte liegt, wären Mäuse, die uns Wurzeln von unten anknabbern oder ganze Setzlinge in ihre Gänge ziehen, ein grosses Problem. Also haben wir uns gefragt, was ihre natürlichen Fressfeinde sind, die in der Region vorkommen und wie wir diese dazu bewegen können, sich auf unserem Stück Land anzusiedeln.

Schnell sind wir auf den Mauswiesel oder das Hermelin gestossen. Es ist das kleinste heimische Raubtier aus der Familie der Marder. Durch seinen langgezogenen Körperbau, kann das Mauswiesel als einer der einzigen Feinde durch Mäusegänge schlüpfen und diese so sehr effektiv unterirdisch jagen. Ausserdem haben sie einen hohen körperlichen Grundumsatz und müssen daher kontinuierlich jagen. Das perfekte Tier für unsere Bedürfnisse. Doch wie hausen sie?

Mauswiesel leben vor allem in Waldrändern, Wiesen oder Weiden. Zum Jagen jedoch sind sie auf Strukturen angewiesen, in denen sie Unterschlupf finden. Wie Asthaufen, ungemähte Wiesen oder Hecken.

Um ein Mauswiesel anzulocken, müssen Asthaufen gebaut werden, um das Jagen auf dem offenen Feld zu ermöglichen, damit sie nicht selbst zur Beute werden.

Wie ihr bereits im Plan entnehmen konntet, schliessen wir die Westseite des Landes mit einer Hückelhecke , so kommt das Wiesel vom Bachlauf über die Böschung zum Land. Nun müssen von der Hügelhecke ausgehend alle 30 Meter Asthaufen gebaut werden, so kann das Mauswiesel das Land als sein Revier wahrnehmen. Wir haben die Asthaufen, wir nennen sie liebevoll Wieselhotel, im Rahmen eines Vernetzungskorridors gebaut. So werden sie in ein System aufgenommen zur Artenförderung. Mittels Spurenfallen kann man überprüfen, ob und wie viele von den Tieren sich eingefunden haben.


Bau eines Wieselhaufens


Fundament des Wieselhaufens

Zuerst mit zwei Ästen oder Baumstämmen die Grösse des Wieselhaufens bestimmen. Anschliessend den Eingang mit zwei überkreuzten Ästen bilden. Dieser sollte nicht grösser als 4 cm sein, damit auch nur das Wiesel in den Bau kommt. Seine natürlichen Feinde sind der Fuchs, die Eule und Greifvögel.

Den Innenraum mit Laub auspolstern und den Brutkasten quer mit Baumstämmen verschliessen.

Nun kann der Asthaufen aufgetürmt werden. Dabei einen Ring um den Brutkasten flechten, damit er auch vor Hunden oder Katzen geschützt ist.







Es lohnt sich die Asthaufen etwas höher als nötig zu bauen. So finden neben dem Mauswiesel auch verschiedene Vogelarten Unterschlupf und Platz für den Nestbau.

In der Schweiz gilt die Population der Mauswiesel und Hermeline durch die Zerstörung ihrer Rückzugsorte und Lebensräume als bedroht. Der Bau von Asthäfen ist also eine optimale Win-Win Situation zur Artenförderung.











Fertig ist der Wieselhaufen.


xx Nathalie


Mehr zu Mauswiesel und Hermelinen erfährst du hier:


http://www.nature-themes.ch/xml_1/internet/de/application/d25/f88.cfm